Schadstoffe – in Lebensmitteln unerwünscht

 Tomaten und Salatblätter Foto: © Tarasyuk Igor / Fotolia.de


Tomaten und Salatblätter
Foto: © Tarasyuk Igor / Fotolia.de

(aid)
Ist mein Essen sicher?

Beim Essen haben Verbraucher ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Gerade durch Schadstoffe in Lebensmitteln fühlen sich viele verunsichert oder gar bedroht. Doch meist zu unrecht. Denn aus Sicht der Wissenschaft beeinträchtigen Schadstoffe unsere Gesundheit viel weniger als ein ungünstiges Essverhalten oder mangelnde Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln.

Schadstoffe können auf unterschiedlichen Wegen in unsere Lebensmittel gelangen:

Krankmachende Erreger wie Salmonellen, Campylobacter, bestimmte E.coli-Stämme und Noroviren
Diese Krankheitserreger kommen in unserer Umwelt vor und können durch mangelnde Hygiene auch in Lebensmittel gelangen und sich dort vermehren.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
Pflanzenschutzmittel werden beim Anbau und der Lagerung von Pflanzen oder pflanzlichen Erzeugnissen eingesetzt und schützen z.B. vor Pilzerkrankungen oder Schadorganismen wie Insekten.

Nitrat, Nitrit und Nitrosamine
Nitrat kommt von Natur aus in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Aus Nitrat kann sich durch Einwirkung von Bakterien Nitrit entwickeln. Bei starken Erhitzungsprozessen können aus Nitrit krebserregende Nitrosamine entstehen.

Schimmel
Schimmelpilze entstehen meist durch unsachgemäße Lagerung von Lebensmitteln. Sie sind nur teilweise mit dem Auge sichtbar. Viele Schimmelpilze bilden Giftstoffe (Mykotoxine), die unsere Gesundheit schwer schädigen können.

Weichmacher und andere Schadstoffe aus Verpackungen
Aus einigen Verpackungsmaterialien können Schadstoffe wie zum Beispiel Weichmacher (Phthalate) oder Bisphenol A auf Lebensmittel übergehen. Einige dieser Stoffe gelten als fruchtbarkeits- und gesundheitsschädlich.

Schwermetalle
Schwermetalle sind natürliche Bestandteile der Erdkruste und gelangen beim Abbau von Edelmetallen und durch industrielle Aktivitäten in unsere Umwelt. Pflanzen wie Waldpilze oder auch Seefische und Muscheln können höhere Konzentrationen an Cadmium, Blei und Quecksilber anreichern.

Autorin: Dr. Maike Groeneveld, Bonn; bearbeitet von: Verena Dorloff, Bonn
Stand: 27.02.2013

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